Migrationsberatungsstelle des MHC

FlüchtUnterstützung, Begleitung und Hilfe für Flüchtlinge

« Wir brauchen einander, um wirklich frei zu sein, um menschlich zu werden. Denn wir können nur in Kameradschaft, in Gemeinschaft, in Frieden menschlich sein. »
Desmond Tutu

Die Folgen des 1. Weltkrieges brachten weiten Bevölkerungsschichten ein unsagbares Elend. Die Not in Europa vergrößerte sich zusehends. Der Blick auf diese Not regte die Bereitschaft zur Hilfe. Auch die Mennoniten besannen sich auf das Gebot der Nächstenliebe über ihre eigenen Grenzen hinaus. So entstand aus einfachen Anfängen, eine Volksküche in Ingolstadt, dann eine weitere in Augsburg, München und Würzburg um den notleidenden Familien eine warme Malzeit zu bereiten. Schnell wuchs die Hilfe an. Weitere Aufgaben warteten schon. Ein Hilfswerkskomitee wurde gegründet und stellte die Arbeit unter das Motto aus Lukas 10,37 ".. so gehe hin und tue desgleichen". Im Hungergebiet des Erzgebirges wurden, dank der Mithilfe vieler mennonitischer Familien und der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Hilfswerk Mennonite Central Committee – MCC, über 12.000 hungernden Menschen geholfen.
Die bisher gemachten Erfahrungen in der Hilfe führten dazu, die direkte Nothilfe gegen den Hunger und die Hilfe für Flüchtlinge ins Zentrum der Arbeit zu stellen. Die Not nach dem 2. Weltkrieg gab dem Hilfswerk den Impuls, diese Schwerpunkte wieder verstärkt auf zu nehmen. Bei der Nothilfe von 1946 bis 1951 und der Hilfe für die Flüchtlinge waren die Mennoniten, Dank der großen Hilfe aus den USA und Kanada die drittgrößte Hilfsorganisation bei der Versorgung der Menschen. Weitere Aufgaben brachte das rasche Wachstum der Mennoniten Gemeinden in den Länder Südamerikas mit sich. Die dortigen Gemeinden baten uns, ihnen beim Bau und Betreiben von Krankenhäusern, Schulen, Kindertagesstätten für Straßenkinder, Psychiatrischen Kliniken und Ausbildungsstätten für Jugendliche zu helfen. Gerade die Hilfe für Straßenkinder, nicht nur in Südamerika, wird derzeit schwerpunktmäßig gefördert. Neu im Blickpunkt der Hilfe sind heute vermehrt unsere Partnerkirchen in Afrika. Sie sehen, ähnlich wie die Mennoniten in Südamerika, die Nöte der Menschen. Gemeinsam mit uns bauen sie Hilfsstrukturen auf.
Seit unseren Anfängen hat sich vieles geändert. Während unsere Not- und Katastro-phenhilfe heutzutage nur im Ausland erfolgt, sind in den letzten Jahrzehnten die Nöte der rückkehrenden Aussiedler und der Flüchtlinge in Deutschland immer deutlicher geworden.

Wir konzentrieren unsere Hilfe hier im Land deshalb auf die Migrationsarbeit. Dabei hat sich der Impuls für unsere Arbeit keineswegs geändert - auf Grund des Gebotes der Nächstenliebe wollen wir die Nöte unserer Nächsten wahrnehmen und ihnen helfen.
Ziele unserer Arbeit mit Flüchtlingen sind:

Was bietet das Mennonitische Hilfswerk im Menschenrechtszentrum an?

Beratung für Asylsuchende
Beratung für Menschen im Asylverfahren.
Offene Sprechzeiten:
Mittwoch: 10.00-12.00 Uhr
Freitag:    10.00-12.00 Uhr
Termine nach Vereinbarung.

Integrationskurse
Kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich.
Kurs 1: "Erste Schritte" (Für Anfänger)
Dienstag:      14.00-16.00 Uhr
Donnerstag: 10.00-12.00 Uhr
Kurs 2: "Nächste Schritte"
Dienstag 14.00-16.00 Uhr
Donnerstag 10.00-12.00 Uhr

Sprachlabor
Mit Hilfe von Computer und Software können Benutzer selbst Deutsch lernen. Computerkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kostenlos, Anmeldung Mittwoch 10.00-12.00 Uhr.
Mittwoch und Freitag
10.00-12.00 Uhr und nach Vereinbarung

Kontakt:
Mennonitisches Hilfswerk
Migrationsberatungsstelle
Durlacher Allee 66
76137 Karlsruhe
Tel.: 0721-627 1486
Fax: 0721-627 2368
info@menno-hilfswerk.de
www.menno-hilfswerk.de